Das Wiehern verschwindet, die Wellpappe kommt.
Eigentlich will Heinrich eine Druckerei gründen. Vater Walter Schröder hat eine
andere Idee: "Du musst Schachteln machen. Die werden immer gebraucht und dann
weggeschmissen." Und ahnt bereits: "Bald werden auch Möbel und Klaviere
verpackt."
Ein leer stehender Pferdestall ist der erste REKA Standort. Für 60 Mark Miete im Monat. Nach sechs Jahren ist es Zeit für größere Hallen und ein eigenes Werksgelände. Das Grundstück an der Feldstrasse in Lohhof wird die neue Adresse, bleibt es bis heute. Und die Ahnung von Vater Walter Schröder von 1953 bewahrheitet sich: REKA verpackt nun auch Möbel und Klaviere. Weiter im Wachstum.
Feindliche Übernahme? Wie weiter?
1963 ziehen dunkle Wolken auf: Teilhaber Michael Redl steigt aus. Zwar ist das Vorkaufsrecht
auf Heinrich Schröders Seite, nicht aber genügend Kapital auf dem Konto. Denn der
Firmenwert ist inzwischen zu einer stattlichen Dimension gewachsen. Wie den Partner
auslösen? Das Übernahmeultimatum läuft. Zwei Wochen sind Zeit, ein Vermögen aufzutreiben.
Ein kühnes Finanzierungsmodell und unerschütterlicher Glaube an das Unternehmen
überzeugen schließlich einen Geldgeber. Mit noch mehr Einsatz geht es weiter.
Ab 1965 geht es mit voller Produktionskraft der ersten maschinellen Anlage mächtig voran. Aus REKA Kartonagen wird das REKA Wellpappenwerk. Die rund 20 Mitarbeiter geben ihr Bestes. Und bekommen Erfolg und Wachstum zurück. So viel, dass in den 70er Jahren ein zweiter Standort dazu kommt: REKA in Kitzingen.
Familie führt.
Was auch immer sich geändert hat über die Jahrzehnte, eins ist geblieben: Die familiäre
Führung. Und mit ihr die Freude an der Verantwortung. Jeder der heute rund 300 Mitarbeiter
ist auch Partner. Und für jeden, der etwas leistet, lohnt es sich. Gudrun Schröder,
Dagmar Schröder-Ostheimer und Christian Ostheimer setzen die Führung im Sinne von
Heinrich Schröder fort. Und wenn mal nicht dann aber hallo! Gründer Heinrich ist
immer ganz in der Nähe seines Lebenswerks.